Stayhome: Kürbissuppenrezept und Spotify-Playlist

Ihr Lieben, vermutlich wurde Euer Leben durch die Ereignisse der letzten Wochen genau so durcheinander gewirbelt wie meines. Und ganz ehrlich, ich finde es nicht so leicht, hier wieder zu einer Art Normalität zurück zu finden. Denn auch wenn ich persönlich der ganzen Situation auch viel Gutes abgewinnen kann, ich keine Sorgen um meine finanzielle Existenz und auch gerade noch keine Sorge um meine Familie und Freunde haben muss, weiß ich doch, dass es vielen Menschen gerade anders geht. Dass es Menschen gibt, die nicht wissen, wovon sie die nächste Miete oder gar das Essen zahlen sollen, weil durch SARS-CoV-2 alles still steht, sie aktuell kein Geld verdienen können und sich noch keine Rücklagen aufbauen konnten. Weil sie vielleicht von Zuhause aus nicht arbeiten können oder nicht wissen, wie sie Kinderbetreuung, Haushalt und Arbeit von Zuhause aus unter einen Hut bringen sollen. Zudem ist mir sehr bewußt, dass sich die Intensivstationen auch in Deutschland langsam füllen und viele wunderbare Menschen gerade schwer krank sind oder es bald sein werden. Einige werden es auch nicht überleben. Und dies bedeutet wiederum große Sorgen, Angst und auch Trauer bei den Angehörigen. Ich weiß, dass jetzt in diesem Augenblick gerade Menschen bis zum Rande der Erschöpfung (und darüber hinaus) arbeiten. Das alles ist mir nur zu schmerzlich bewußt.

Waldmeister

Auf der anderen Seite weiß ich, ich helfe niemandem damit, in der Ecke zu sitzen, mir die Decke über den Kopf zu ziehen und in Trauer und Angst zu erstarren. Weder meiner Familie, die mich voll funktionsfähig und gut gelaunt braucht, noch irgendwem da draußen, auf den das oben Genannte zutrifft. Deswegen habe ich mich entschieden, hier so oft wie möglich ein bisschen Inspiration zu teilen, seien es Rezepte, Kräuterinfos oder auch Beschäftigungsideen für Kinder. Vielleicht freut sich ja der eine oder die andere darüber.

Leberblümchen

Anfangen werde ich heute mit einem einfachen Kürbissuppenrezept. Der Kürbis (Cucurbitus) kommt ursprünglich aus Amerika und wurde dort schon seit ca. 10 000 v. Chr. in verschiedenen Variationen gezüchtet! Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete er sich dann über die Welt, wobei die unterschiedlichen Sorten unterschiedliche Temperaturansprüche haben. So mögen es manche Sorten heiß und trocken, andere wiederum kühl und feucht. Nur bei Frost sind sich alle Sorten einig: den mögen sie nicht. Was sie auch alle brauchen ist Sonne und viele Nährstoffe im Boden. Und Platz. Einige Kürbispflanzen können bis zu 10 m lange Triebe bilden. Es gibt Sommerkürbisse, die relativ schnell gegessen werden sollten, und Lagerkürbisse, die sich im Normalfall bis zu sieben Monaten halten. Allerdings gibt es auch Sorten, die sich bis zu zwei Jahren halten sollen (so einen habe ich noch nicht gegessen…). Übrigens können Kürbisse sogar auf dem Balkon angepflanzt werden, vorausgesetzt das Gefäß ist groß genug (min. 60 l) und die großzügige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ist gewährleistet (hier eignen sich unter anderem die Sorten „Sweet Dumpling“, „Goldapfel“ und „Rondini“, nur falls Ihr das vor habt…). Nicht gegessen werden sollten Kürbisse, die bitter schmecken. Diese enthalten Cucurbitacine, welche auch durch Kochen nicht inaktiviert werden und die Schleimhaut in Magen und Darm angreifen. Es kann immer wieder vorkommen, dass ein Kürbis bitter schmeckt, vor allem wenn man die Samen selbst zieht. Apropos Kürbissamen: diese können im Normalfall als Snack gegessen werden. Am besten schmecken sie, wenn sie mit etwas Salz und Olivenöl im Ofen geröstet werden. Allerdings haben die Kürbisse, die nicht speziell wegen der Samen gezüchtet werden, oft sehr dickschalige Samen. Aber probiert es einfach aus. Vielleicht hat euer Biobauer des Vertrauens ja sogar noch eigene Kürbisse (meiner hat noch welche…)

Kürbissuppe

Ihr braucht:

  • 1 Speisekürbis (Hokkaido muss man nur waschen, nicht schälen, aber andere schmecken auch lecker), ca. 700 g
  • Gemüsebrühe (oder ein Stück Sellerie, eine Karotte, einen kleinen Lauch), ca. 700 ml
  • 1 Zwiebel
  • 2 – 4 Knoblauchzehen
  • Olivenöl, 2 – 5 EL
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Scheiben Brot der Wahl
  • Chillischote, frisch oder getrocknet
  • (Soja-) Jogurt

Den Kürbis waschen, wenn es kein Hokkaido ist auch schälen, die Kerne entfernen (evtl. auch vom Fruchtfleisch befreien, mit Olivenöl und Salz mischen und im Backofen anrösten – aber Vorsicht, nicht zu schwarz werden lassen!). Dann in kleine Stücke schneiden, je kleiner, desto schneller ist er durch. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden, ebenso ein bis zwei Knoblauchzehen. Ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in einen großen Topf geben und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin anbraten. Falls Ihr nicht mit fertiger Gemüsebrühe sondern frischem Gemüse kocht, solltet Ihr vorher den Sellerie, Lauch und die Karotte ebenfalls putzen und kleinschneiden und mit der Zwiebel und dem Knoblauch anbraten. Dann den kleingeschnittenen Kürbis hinzu fügen und mit der Gemüsebrühe ablöschen (oder mit Wasser). Jetzt auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Das dauert je nach der Größe Eurer Kürbisstücke 15 – 20 Minuten. In der Zwischenzeit das Brot in Würfel schneiden, ein bis zwei Knoblauchzehen schälen und hacken, und auch die Chili klein hacken (von der Chili nehmt Ihr je nach Schärfe und Geschmack, wer kleine Kinder hat, dosiert vorsichtig – und vergesst nicht, dass die Schärfe dann an Euren Fingern klebt. Reibt Euch also hinterher nicht die Augen. Das ist sozusagen das „nicht-ins-Gesicht-fassen-Training“.). Jetzt etwas Olivenöl in eine Pfanne geben, erhitzen, den Knoblauch und die Chili etwas darin anbraten (nicht dunkel werden lassen, der Knoblauch wird sonst bitter) und dann die Brotwürfel zu Croutons anbraten. Rechtzeitig vom Feuer nehmen, bevor alles zu dunkel wird. Wenn der Kürbis weich ist, wird die Suppe püriert, entweder im Mixer oder mit dem Pürierstab. Dann in Teller anrichten, einen Klecks Jogurt in die Mitte geben und mit Croutons bestreuen. Wer hat, gibt noch etwas gehackten Bärlauch oder Schnittlauch darüber, nicht nur wegen der Farbe.

Playlist

Gestern habe ich schon versucht, über Instagram meine „Work and Dance“ – Playlist auf Spotify zu teilen. Das hat, aufgrund meiner beschränkten Computerkenntnisse und meiner Weigerung, Spotify mit Facebook zu verbinden, eher mäßig bis gar nicht geklappt. Deswegen hier der Link, direkt zur Playlist. Damit Ihr während des Kochens und Abspülens tanzen könnt (weil, bewegen sollen wir uns ja trotz Ausgangsperre weiter, und gute Laune stärkt definitiv das Immunsystem;-) (und ja, es kann auch sein, dass es Euch nicht gefällt…)

Bärlapp

Work and Dance

Viel Spaß beim Ausprobieren, achtet auf Euch und Eure Mitmenschen und

Herzensgrüße

Nicole

PS: wenn Ihr das nächste Mal Einkaufen geht (nicht extra deswegen losgehen!), bringt doch ungeschwefelte Rosinen oder Aprikosen mit (meist in Bioqualität) und habt Zucker Zuhause… Wir machen was Schönes zusammen:-)

2 thoughts

    1. Liebe Konstanze,
      vielen lieben Dank! Irgend etwas wollte ich machen, und noch bin ich nicht zum Arbeiten „eingezogen“ worden (angeboten habe ich es schon)… Sollte sich das ändern, wird es hier vermutlich wieder sehr ruhig werden.
      Hab einen wundervollen Dienstag und liebe Grüße
      Nicole

      Liken

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