Leckere frühlingsfrische Brunchideen – zu schade nur für Ostern

Der Osterhase ist bei uns ein Frühaufsteher. Bevor wir alle wach sind, hoppelt er durch unseren Garten und läßt hier und da etwas Süßes fallen. Kein Wunder, dass das Goldkind auch besonders früh aufwacht und kaum drin zu halten ist. Sobald alle Großeltern da sind, geht es gemeinsam hinaus in den Garten und die große Suche beginnt (ja, auch bei Schnee. Hasen leben ja ganzjährig draußen. Nur wenn es sehr stark regnet, kann es sein, dass der Osterhase sich kurz bei uns im Haus aufgewärmt hat…).

Da der Osterhase sich unseren Garten jedes Jahr wieder ganz genau anschaut, ist die Suche meist recht ausgedehnt, und es helfen irgendwann auch alle mit, damit auch noch die letzte Schleckerei gefunden wird. Je nach Wetter sind wir danach alle durchgefroren oder angenehm erwärmt, und vor allem haben wir Hunger. Ich finde ja, jede Zusammenkunft von Mehreren ist Grund für etwas Leckeres zu Essen, und Ostern eignet sich ganz besonders für einen Brunch. Weil ja alle eh großen Hunger haben, wegen der vielen Bewegung an der frischen Luft. Das Schöne an einem Brunch ist, dass Alles darf und Nichts muss. Und dass es viele verschiedene Geschmacksrichtungen gibt, so dass für jeden etwas dabei ist.

Ich habe in diesen Rezepten eine Menge Kräuter verarbeitet, die bei uns im Garten wachsen. Grundsätzlich gilt bei Allem, was man aus der Natur holt:

  • Da sammeln, wo keine Verschmutzungen zu erwarten sind. Also fernab von Straßen, Bahngleisen, Hundelaufstrecken…
  • Nur dort sammeln, wo ausreichend Pflanzen der gesammelten Sorte vorhanden sind. Als offizielle Faustregel gilt zwei Drittel stehen lassen. Meiner Meinung nach wächst da aber noch zu wenig von der gesammelten Pflanze, wenn Ihr tatsächlich ein Drittel verwerten könnt. Ich sammle meist ein bis zwei Blättchen von hier, ein bis zwei Blättchen von da. Dauert etwas länger und man hat gleich Bewegung an der frischen Luft. Meditatives Waldbaden sozusagen.
  • Damit kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt: Nur soviel sammeln, wie Ihr innerhalb eines Jahres aufbrauchen könnt. Das erfordert etwas Erfahrung, und meist nimmt man gerade am Anfang doch mehr. Denkt einfach daran, Ihr könnt fast alles im Kräuterhandel oder in der Apotheke nachbestellen, sollte Euch wirklich etwas ausgehen und Ihr es dringend brauchen.
  • Geschützte Pflanzen sind absolut Tabu. Ebenso Pflanzen aus Naturschutzgebieten. Auch wenn da die Verschmutzungsgefahr geringer ist. Beschäftigt Euch vor dem Sammeln mit den Pflanzen und informiert Euch. Eine Möglichkeit, auch geschützte Pflanzen zu verarbeiten besteht darin, sie sich in den Garten oder auf den Balkon zu holen (ich meine jetzt nicht im Wald ausgraben, sondern im Kräuterhandel kaufen…).
  • Und das Wichtigste: Nehmt nur Pflanzen, die Ihr ganz sicher kennt. Keiner möchte den Ostermontag in der Notaufnahme verbringen. Die unten beschriebenen Rezepte schmecken auch, wenn Ihr Petersilie, Schnittlauch, Thymian und Bärlauch vom Biobauern verwendet und den Rest einfach weg lasst. Eine gute Möglichkeit, die heimischen Pflanzen besser kennen zu lernen, ist eine Kräuterwanderung mit einer erfahrenen Kräuterfrau oder einem erfahrenen Kräutermann, oder auch einen Kräuterjahreskurs zu buchen. Das würde sich jetzt theoretisch auch hervorragend als Ostergeschenk eignen, sollte man sich etwas schenken wollen…

Brunchideen

Würzige wilde Kräuterbrötchen

ca. 9 Stück

  • 250 g Vollkorndinkelmehl (ich mahle immer ganz frisch selbst)
  • 250 g Dinkelmehl 650
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Hefewürfel (oder 1 Päckchen Trockenhefe, oder 150 ml selbstangesetzte Hefe, dann nur noch 150 ml lauwarmes Wasser…)
  • 1 TL Rohrohrzucker (es geht natürlich auch normaler)
  • 2 EL Olivenöl (und etwas zum bestreichen)
  • 1/3 -1/2 TL feines Salz
  • 4 sonnengetrocknete Tomaten
  • 1 TL Oregano (wer hat frisch)
  • 1 TL Thymian (auch am besten frisch, solltet Ihr getrocknete Kräuter verwenden, reicht jeweils auch 1/2 TL)
  • etwas grobes Salz
  • ein kleiner Zweig Rosmarin

Den Zucker etwas im lauwarmen Wasser auflösen und die Hefe hinein bröckeln (Trockenhefe wird direkt unter das Mehl gemischt, die selbstgemachte kommt ebenfalls mit dem Zucker zum Wasser). Die sonnengetrockneten Tomaten einmal unter fließendem Wasser abspülen, dabei das überschüssige Salz entfernen (ich trockne meine Tomaten selbst, wenn man die ohne Salzentfernung ißt, wird man gleich mitkonserviert…). Trockentupfen und in kleine Stückchen schneiden. Oregano und Thymian ebenfalls waschen, trockentupfen und grob hacken. Das Mehl in eine große Schüssel geben, mit dem Salz, den Tomatenstücken und den Kräutern (außer dem Rosmarin) mischen (gegebenenfalls auch mit der Trockenhefe). Jetzt das lauwarme Hefewasser und das Olivenöl nach und nach zugeben und alles zu einem schönen elastischen Teig verkneten. Das geht mit den Knethaken des Rührgerätes genauso gut wie von Hand. Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort bis zur doppelten Größe gehen lassen (ca. 30 – 40 Minuten). Der Teig darf ruhig etwas kleben, aber sollte nicht zu feucht sein, er sollte sich schon formen lassen. Sonst etwas Mehl oder Wasser zugeben.

Jetzt aus dem Teig neun Brötchen formen. Ich mag es, wenn sie nicht so perfekt glatt sind sondern etwas wild aussehen. Auf ein mit (Dauer-)Backpapier belegtes Backblech setzen und nochmals 20 – 30 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen. Gegen Ende der Gehzeit den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen, die Brötchen mit Olivenöl bestreichen und etwas grobes Salz und ein paar Rosmarinnadeln darauf streuen. In den warmen Backofen geben und 18 – 25 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind und einen hohlen Klang haben, wenn man auf den Brötchenboden klopft (vorsicht, nicht die Finger verbrennen). Wichtig ist, die Brötchen gerade bei der zweiten Gehzeit nicht zu lange gehen zu lassen, sonst werden es eher so breite Fladen und keine wilden Brötchen. Natürlich kann man aus dem Teig auch ein Brot formen, dieses bäckt dann bei 220 Grad Celsius 30 – 45 Minuten. Am besten schmecken sie ganz frisch und lauwarm, sie lassen sich aber auch gut einfrieren und im Ofen nochmals aufbacken.

Zimthoppler

ca. 9 Stück

  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Dinkelmehl 650
  • 125 ml Sojamilch (oder Mandel- oder Cashew- oder Hafer-, was Ihr halt habt…Soja hilft halt noch etwas beim Aufgehen…)
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1/2 Hefewürfel (oder 1 Päckchen Trockenhefe oder 75 ml selbstangesetzte Hefe)
  • 2 EL natives Sonnenblumenöl (oder ein anderes nicht zu intensiv schmeckendes Öl)
  • abgeriebene Schale einer Biozitrone (vorher heiß abwaschen)
  • 1 Prise Salz
  • Sojamilch zum Bestreichen
  • Kakaonibs (oder Sonnenblumenkerne, oder grob gehackte Nüsse)
  • Zimt (Ceylon)
  • Rohrohrzucker

Die Hefe in der zimmerwarmen Pflanzenmilch auflösen, den Rohrohrzucker und den Ahornsirup zugeben (Ihr wißt ja, die Trockenhefe kommt direkt zum Mehl und die selbstangesetzte Hefe wird zur Pflanzenmilch gegeben). Das Mehl in eine große Schüssel geben, mit etwas Salz und der Zitronenschale vermischen. Nach und nach die Hefepflanzenmilch und das Sonnenblumenöl unterrühren und alles zu einem elastischen Teig verkneten. Dieser sollte eigentlich kaum kleben. Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort für 30 – 40 Minuten gehen lassen. Wenn er ca. doppelt so groß ist wie vorher, teilt Ihr den Teig in neun gleich große Stücke. Von jedem Stück trennt Ihr ein Drittel ab, von dem Drittel wiederum ein kleines Stückchen. Das werden Kopf und Schwanz. Das Zwei-Drittel-Stück rollt Ihr mit den Fingern zu einer Wurst (sie darf ruhig an einem Ende etwas schmaler sein), drückt sie etwas flach, bestreicht sie mit Pflanzenmilch und bestreut sie mit (ordentlich) Zucker und Zimt. Jetzt die Wurst vom dickeren Ende her zu einer Spirale aufrollen. Das kleine Stückchen zu einer Kugel formen und das größere Stückchen zu einer rechteckigen Rolle formen, welche an einem Ende etwas schmaler ist. Das schmalere Ende mit der Schere etwas einschneiden und beide Stücke an der richtigen Stelle an die Spirale setzen. Das sollte jetzt so aussehen:

Nun die Kakaonibs (oder Sonnenblumenkerne oder ähnliches) als Augen fest eindrücken (ruhig richtig reindrücken, der gehende Teig schiebt sie wieder etwas raus…) und die Hoppler nochmals an einem warmen Ort 20 – 30 Minuten gehen lassen. Am Ende der Gehzeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Vor dem Einschieben in den Backofen nochmals kontrollieren, ob die Augen auch festsitzen und kein Hoppler auseinander zu fallen droht. Dann für 15 – 25 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Wer mag, bestreicht sie vorher noch mit Pflanzenmilch und streut etwas Zimt und Zucker darüber. Ich mag da später allerdings dick Marmelade dazu, deswegen finde ich das ist nicht so nötig.

Grüne Energyballs

ca. 24 Stück

Damit während der anstrengenden Eiersuche nicht die Kräfte ausgehen, werden diese kleinen Schokokugeln am besten strategisch so platziert, dass sie schnell gefunden werden. Sie eignen sich sowohl als Mitbringsel als auch als verpackungsarmes Osterei (ganz verpackungsfrei bekomme ich es hier nicht hin, vielleicht hat mehr Glück, wer in der Nähe eines Unverpacktladens wohnt…)

  • 60 g Hanfsamen geschält
  • 20 g Amaranth gepoppt
  • 15 g getrocknete Erdbeeren (oder eine andere süße Trockenfrucht)
  • 5 Datteln (eine fleischige Sorte, ich nehme Medjool)
  • 2 EL Rosenhydrolat
  • 3 EL Mandelmus
  • 1 TL Matchapulver
  • 180 – 200 g Zartbitterkuvertüre (Die Schokobällchen sind nicht zu süß. Wer sonst lieber Milchschokolade isst, sollte Milchschokolade- oder weiße Kuvertüre benutzen)
  • Evtl. Lebensmittelgoldstaub

Die Kerne aus den Datteln entfernen. Die Datteln und die Erdbeeren klein schneiden. Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer cremigen Masse mixen. Dabei immer wieder den Mixer ausschalten und die Masse von der Wand lösen. Vermutlich geht es auch mit dem Pürierstab, allerdings braucht der etwas Power. Aus dieser Masse kleine Kügelchen formen, von der Größe her zwischen einer Walnuss und einer Haselnuss. Diese auf einen Teller geben und den für 20 – 30 Minuten in die Gefriertruhe stellen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre etwas zerkleinern und im Wasserbad schmelzen, dann aus dem Wasserbad nehmen. Sie darf ruhig etwas abkühlen und nicht mehr ganz dünnflüssig, aber auch noch nicht zu zähflüssig sein. Probiert die richtige Konsistenz einfach aus. Dann die Kügelchen aus der Gefriere holen, auf einen Zahnstocher oder Schaschlikspieß spießen und in die Kuvertüre tunken, bis die Kugel komplett bedeckt ist. Da die Kügelchen gefroren sind und die Schokolade nicht mehr ganz flüssig, härtet die Schokolade innerhalb einer Minute aus. Ich mache immer zwei parallel und halte sie die Minute auf dem Stäbchen, damit sie keine platten Stellen kriegen. Ihr könnt sie aber natürlich auch auf dem Teller trocknen lassen. Wenn ich alle Kügelchen mit Schokolade überzogen habe, gebe ich in die Spießlöcher noch ein bisschen Schokolade, um sie zu verschließen. Dann tupfe ich noch ein wenig Goldstaub auf, weil ein bisschen Glamour schadet nie. Auch die Energyballs lassen sich hervorragend schon ein bis zwei Tage vorher vorbereiten.

Herzhafte Häschen

bei mir 24 Stück

  • 100 g Cashewkerne
  • 4 EL Hefeflocken (Würzhefe)
  • 100 g Tofu
  • 16 Bärlauchblätter
  • 4 Liebstöckelkrautspitzen
  • Kräutersalz
  • 1 Packung Blätterteig (ich nehme veganen Vollkornblätterteig)

Die Cashewkerne und die Hefeflocken im Mixer pürieren (oder mit dem Pürierstab). Die Hälfte davon in ein Gläschen mit Deckel füllen und in den Kühlschrank stellen. Eignet sich hervorragend als veganer Parmesan zu Spagetti. Wessen Mixer nur die Hälfte Cashewkerne und Hefeflocken gut verarbeiten kann, der kann auch die Hälfte vermixen. Für meinen ist das zu wenig. Jetzt zu dem verbliebenen Rest den Tofu bröckeln. Die Bärlauchblätter und das Liebstöckelkraut waschen, trockentupfen, grob zerkleinern und ebenfalls in den Mixer geben. Dazu noch eine großzügige Prise Kräutersalz (bei mir ist es aktuell Bärlauchsalz). Alles zu einer cremigen Masse pürieren. In der Zwischenzeit den Blätterteig aus der Packung nehmen, die Platten auf die Arbeitsfläche legen und etwas antauen lassen. Dann mit einem Ausstecher Häschen ausstechen (oder meinetwegen auch Ostereier. Weihnachtsmänner wären eventuell nicht ganz so passend…), dabei darauf achten, dass es jeweils ein Paar ergibt. Einen Hasen mit der grünen Creme bestreichen, den passenden Gegenhasen oben drauf setzen und auf ein mit (Dauer-)Backpapier belegtes Backblech setzen. Dann nach Packungsanweisung backen (vermutlich muss der Backofen vorgeheizt werden). Aus den Resten des Teigs lässt sich ein schnelles (Kinder-?!)Mittagessen zaubern. Einfach die Reste mit großzügig Marmelade mischen und als unordentlichen Haufen auf ein Backblech mit (Dauer-)Backpapier setzen. Gleich nach den Häschen in den Ofen schieben und nach Packungsanweisung backen. Zum Schluß mit Puderzucker bestreuen.

Die Reste der grünen Füllung eignen sich hervorragend als Brotaufstrich und können gleich, in eine hübsche Schale gefüllt, mit auf den Ostertisch gestellt werden. Dazu eventuell ein paar Spritzer Zitronensaft unterrühren, das verhindert das oxidieren und erhält die schöne grüne Farbe.

Süßes Maissüppchen mit würzigem Neunkräuterschäumchen

ca. 4 Portionen

Vor allem im späteren Verlauf, wenn es auf die Mittagszeit zugeht, finde ich ein warmes Süppchen hervorragend. Mir schmeckt aktuell besonders gut diese hier:

  • 1 Zwiebel
  • Olivenöl
  • 3 – 4 frische Korianderstengel mit Wurzel
  • ca. 1 cm frischer Ingwer
  • ca. 1/2 cm frischer Kurkuma
  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 1/2 Dose Kokosmilch (jeweils die Hälfte vom festen und flüssigen Anteil)
  • 1 Glas Bio-Mais (es geht bestimmt auch Tiefkühlmais)
  • etwas Cayennepfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie
  • neunerlei Kräuter aus dem Garten, (ungiftige natürlich!), ca. 1 – 2 Handvoll (Ich habe 10 Löwenzahnblätter, 15 Gänseblümchenblätter und 5 Gänseblümchenblüten, 2 Brennesseltriebspitzen, 3 Blutampferblätter, 2 Gundermannreben, 10 Schnittlauchstengel, 6 Spitzwegerichblätter, 3 Stengelchen Wiesenlabkraut, 4 Bärlauchblätter und 2 Wiesenschaumkrautstengel genommen – das sind jetzt 10 verschiedene Kräuter, aber Schnittlauch zählt ja nicht so richtig…)
  • 5 – 7 Cashewkerne
  • Salz
  • Pfeffer, wenn möglich weiß
  • Gänseblümchen zur Deko

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. 1 – 2 EL Olivenöl in einen großen Topf geben und erhitzen. Ingwer und Kurkuma waschen, bei Bedarf schälen und in klitzekleine Würfelchen schneiden. Den Koriander einschließlich Wurzel gut waschen, die Wurzeln vom Grün trennen und das Grün beiseite legen. Die Würzelchen in kleine Stückchen schneiden. Zwiebelchen, Ingwer, Kurkuma und Korianderwurzel in den Topf geben und unter Rühren glasig dünsten. Inzwischen den Mais in ein Sieb abgießen und kurz waschen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, den Mais in den Topf geben und kurz mit andünsten. Jetzt mit der Gemüsebrühe ablöschen und die halbe Dose Kokosmilch dazu geben. Darauf achten, das sowohl von dem festen als auch von dem flüssigen Anteil etwas in den Topf kommt. Wer es nicht ganz so nahrhaft mag, nimmt mehr von dem flüssigen Anteil. Es ist übrigens auch möglich, Kokosmilch aus Kokosflocken ziemlich einfach selbst zu machen. Wenn da Interesse besteht, schreibe ich Euch das gerne mal auf. Das Ganze lasst Ihr jetzt für 10 – 15 Minuten leicht köcheln und nehmt es dann vom Herd.

In der Zwischenzeit die Petersilie waschen und grob kleinschneiden, ebenso das Koriandergrün. Auch die Kräuter werden jetzt kurz gewaschen, von eventuellen Käfern befreit und bei Bedarf grob zerkleinert (die meisten sind ja noch sehr klein). Alles Grün wird in den Mixer gegeben, dazu kommt ganz wenig Wasser (so viel, dass der Mixer es gerade verarbeiten kann aber alles noch recht dickflüssig bleibt. Bei mir ist das ca. 1/2 cm hoch). Oben drauf noch ein paar Cashewkerne, etwas Cayennepfeffer und eine großzügige Prise Salz. Wer mag, kann die Cashewkerne über Nacht einweichen, dann wird alles noch cremiger. Es geht aber auch so. Und jetzt gründlich mixen lassen. Es sollte einen feincremigen grünen Brei geben. Mit dem Pürierstab geht es auch, braucht allerdings etwas Geduld. Dann am besten auch die Kräuter noch feiner schneiden.

Wenn die Suppe etwas abgekühlt ist, diese ebenfalls in den sauberen Mixer geben und kräftig pürieren. Ruhig etwas länger, dann wird sie cremig-schaumig. Mein Mixer erwärmt sie durch die Reibung gleich noch mal, wenn das Euer Mixer nicht macht, gebt Ihr die Suppe einfach noch mal in einen Topf und erwärmt sie da. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann in Suppenteller geben und jeweils einen Klecks von dem Kräuterpüree in die Mitte des Tellers geben. Mit einem Zahnstocher/Schaschlikspieß/Messerspitze von dem Klecks aus spiralförmig ein Muster ziehen. In die Mitte noch ein Gänseblümchen und heiß servieren.

Diese Suppe läßt sich gut vorbereiten, ebenso der Kräuterschaum. Kurz vor dem Servieren einfach erwärmen und hübsch anrichten. Der Kräuterschaum kann etwas Wasser lassen, dann vor dem Servieren einfach noch mal gut verrühren.

Falls von dem Kräuterschaum etwas übrig bleibt, kann dieser am nächsten Tag hervorragend mit etwas Obst und Flüssigkeit im Mixer zu einem gesunden und leckeren Smoothie verarbeitet werden. Mealprep für Ostermontag sozusagen.

Wer gerne noch eine Art Nachspeise haben möchte, kann es mal mit dieser versuchen:

Einen Obstsalat aus Erdbeeren und Mango zubereiten, darauf einen Klecks selbstgemachte Eiscreme (ganz schnell im Mixer zubereitet aus 2 Handvoll gefrorenen Bananenscheiben, 4 Handvoll gefrorenen Erdbeeren, 4 EL Ahornsirup und 3 EL Rosenwasser). Das Ganze mit fein geschnittener Zitronenmelisse bestreuen. Fertig.

Als Getränk bietet sich neben Kaffee und (Kräuter)Tee ein Infused Water in einer schönen Glasflasche an. Ich habe dazu Erdbeeren, Rhabarber und Zitronenmelisse verwendet. Für Kinder, gerade wenn es mehrere sind, eignen sich kleine, wiederverschließbare Bügelflaschen. Diese können mit einem wasserfesten Stift beschriftet werden, was Verwechslungen verhindert. Bei uns gab es Rhabarbersirup mit Wasser aufgegossen, die Farbe paßt einfach gut zu Ostern. Der Geschmack natürlich auch… Meist sind dann keine Strohhalme nötig, das Trinken aus der Flasche ist schon toll genug. Wer mag, verziert die Flaschen noch mit einer Schleife.

An Deko mag ich es eher schlicht, da ja meist genug zu Essen auf dem Tisch steht (unser Tisch ist jetzt nicht so riesig). Schön finde ich ein schlichtes weißes Bettlaken als Tischdecke (Meistens bekommt man die bei Omas, Eltern oder Tanten, ich sage nur Aussteuer…), dazu ein paar Blümchen aus dem Garten, gerne auch auf der Tischdecke verteilt, oder auch ein paar Rosmarinzweige… Ich finde es immer ganz gut, wenn die Deko danach auf den Kompost kann, weil, wir haben ja nicht so viel Platz in unserem Häusschen…

Ach ja, und auf den Tisch kommt natürlich noch, was Keller und Kühlschrank hergeben: frisches Obst, schön angerichtet, verschiedene Marmeladen (ich liebe ja Ebereschen-Birnen-Marmelade) und herzhafte Aufstriche, selbstgemachte Gänseblümchenkapern, Apfelmeerrettich, eventuell Wurst und geräucherter Fisch, eingelegtes Gemüse, Kimchi… der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Salat macht sich auch immer gut, vielleicht bringen ja auch Gäste etwas mit.

Und denkt immer daran, keiner weiß, was Ihr alles vorbereiten und zubereiten wolltet. Wenn Ihr also nicht alles schafft, was Ihr Euch vorgenommen habt, wird es trotzdem super sein. Die Hauptsache ist ja, dass Ihr viel Spaß habt und die Zeit mit Euren Lieben genießt.

In diesem Sinne fröhliches Suchen und schöne Festtage

Herzensgrüße

Nicole

2 thoughts

  1. Liebe Nicole, danke für deinen sehr lieben Kommentar bei mir! So bin ich erst auf dich aufmerksam geworden und werde dich in meine Blogroll aufnehmen, denn dein Blog könnte auch mich bereichern. So liebevoll dein Post zu Ostern! Er erinnerte mich an die Zeiten, als sich alles noch bei mir zu Hause abspielte ( inzwischen fahren wir ja immer zur Tochter mit den jüngsten Enkeln ). Und du hast Recht, die schönste Dekoration ist hinterher kompostierbar 😄.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes Wochenende!
    Astrid

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Astrid,
      wow, deine Zeilen freuen mich riesig! Und das von Jemandem, der so toll und über so spannende Themen schreibt. Vielen Dank! Und ich kann mir vorstellen, dass das zu Besuch sein bei deiner Tochter und den Enkelkindern durchaus auch seinen Reiz hat…
      So, und gleich nächste Woche, wenn ich wieder etwas mehr Zeit am Schreibtisch habe, werde ich mich mit der Blogroll auseinandersetzen. Die gibt es hier auch, das habe ich gerade schon festgestellt, aber da sind lauter Word-Press-Seiten verlinkt und ich weiß nicht genau, wie ich die raus bekomme und eigene reinsetzen kann… Da bist Du nämlich auf jeden Fall auch dabei.
      Dir und Deinen Lieben ebenfalls ein wundervolles Restwochenende
      Nicole

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