Es geht doch nichts über Kekse

Kennt Ihr das? Eigentlich habt Ihr gut gegessen, seid satt, und es ist auch nicht so, dass die nächste Mahlzeit erst in ungewisser Zeit stattfinden wird. Trotzdem ist da so ein Verlangen nach etwas zu knabbern, meistens darf es ruhig auch etwas süß sein…

Oder da ist so ein unbestimmter Appetit, das Gefühl ist noch nicht ausgeprägt genug, um sich etwas Richtiges zu Essen zu machen, aber so ganz beiseite schieben läßt es sich auch nicht. Und manchmal ist da auch die Tasse Tee oder Kaffee, zu der jetzt etwas Süßes ganz nett wäre.

Bei mir ist es ja so: ich versuche, nicht allzu viel Süßes zu essen. Zucker in Massen soll jetzt ja nicht ganz so gesund sein, und aufwendig verpackt ist die handelsübliche Süßware meist auch noch. Also kaufe ich davon wenig ein. Trotzdem halte ich es nicht ganz ohne Süßes aus. Wenn dann gar nichts da ist, könnte es manchmal zu Kurzschlußreaktionen kommen, die nur ganz eventuell dazu führten, dass jemand meist kurz vor Ladenschluß noch los ginge, um etwas zu holen. Was dann oft auch etwas mehr wäre. Weil Impulskauf. Für mich ist es also besser, wenn etwas Süßes geplant im Haus ist.

Und genau für solche Situationen sind Erdnusscookies perfekt. Sie sind schnell und vor allem einfach gemacht, lassen sich problemlos eine Zeit lang aufbewahren (gut, bei uns kommt es irgendwie nie dazu…) und machen sich auch äußerst gut als Begleiter auf Ausflügen (keine Schokolade, die schmelzen kann und auch die Brösel halten sich in Grenzen). Sind sie ein vollwertiger Ersatz für die normalen Schokoriegel, die an den Kassen und in Tankstellen auf einen lauern? Das kann ich so für die Allgemeinheit nicht beantworten. Für mich gilt aber, dass ich deutlich weniger anfällig für das eben mal schnell zwischendurch Schleckern bin, wenn etwas Leckeres Zuhause auf mich wartet und ich nicht schon ein Süßdefizit habe. Das hier ist sozusagen Mealprep für Süßes;-)

Damit Ihr es auch selbst einmal ausprobieren könnt, habe ich hier das Rezept für Euch:

Erdnußcookies

Zutaten:

  • 130 g Dinkelmehl 650 (wer hat, ersetzt 30 g durch Reismehl oder Kartoffelstärke, dass macht sie noch feiner)
  • 110 g Rohrohrzucker
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 70 g Margarine (Butter, wer es nicht vegan will)
  • 2 große EL Erdnussbutter (ich nehme fein und ungesalzen, es geht auch stückig) (vermutlich geht auch Mandelmus oder Haselnussmus, falls es regional sein soll)
  • 2 große EL ungesüßtes Apfelmus (ich nehme Selbstgemachtes)
  • eine Dreifingerprise Salz (wer gesalzene Erdnussbutter nimmt, entsprechend weniger…)
  • 75 g Nüsse grob gehackt, wer mag (es bieten sich an Erdnüsse, Cashewkerne, Macadamia oder auch Walnüsse, Haselnüsse usw.)

Die trockenen Zutaten (außer die Nüsse) in einer Schüssel mischen, den Ofen auf 180 Grad Celsius Ober/Unterhitze vorheizen. Die feuchten Zutaten mit den Knethaken gut unterrühren. Am Schluß die Nüsse unterheben. Mit zwei Teelöffeln kleine Teighäufchen auf ein Backblech geben, dabei ausreichend Platz lassen, da der Teig auseinander läuft. Wie viel Platz hängt von der Größe Eurer Teelöffel ab. Ich lege immer ein Dauerbackpapier unter, ich kann leider nicht sagen, ob es ganz ohne Backpapier auch geht. Da bin ich auf Eure Rückmeldungen gespannt… Dann mit den grob gehackten Nüssen bestreuen, evtl. etwas andrücken. Wie man auf den Fotos sieht, ist dieser Schritt optional, es sieht auf jeden Fall netter aus.

Die Cookies werden für 10 – 12 Minuten gebacken, sie sollten nicht zu braun werden. Wenn sie frisch aus dem Ofen kommen, sind sie noch ganz weich, härten dann aber etwas aus. Sie sind außen knusprig und innen noch zart, für mich eine total gute Kombi.

Erdnüsse sind eigentlich gar keine Nüsse, sondern verwandt mit unseren Bohnen und Erbsen, also Hülsenfrüchte. Im Gegensatz zu diesen können sie auch roh verzehrt werden, ohne giftig zu wirken. Ursprünglich waren sie in den Anden beheimatet, wo sie schon vor 8000 Jahren angebaut wurden. Heute werden sie in vielen wärmeren Gegenden angebaut, hauptsächlich in China, Indien, Nigeria und den USA, von wo aus sie weltweit exportiert werden. Erdnüsse enthalten ca. 50 % Fett, über 20 % Eiweiß und ca. 16 % Kohlehydrate. Sie liefern damit pro hundert Gramm mehr Energie als eine Tafel Schokolade. Das bedeutet, nicht in Mengen, sondern in Maßen genießen, auch wenn sie gute Eiweißlieferanten gerade für eine vegane oder vegetarische Ernährung sind. Zudem enthalten sie viel Magnesium, aber auch Eisen, Kalium, Calcium und Phosphor. Im Vergleich zu richtigen Nüssen enthalten sie zwar weniger Omega-3-Fettsäuren, dafür aber die zweifach ungesättigte Linolsäure (welche zu den Omega-6-Fettsäuren gehört), welche nicht nur eine weiche und geschmeidige Haut macht, sondern auch den Cholesterinspiegel senken und vor Arteriosklerose schützen soll. Vitamin B macht sie zur Nervennahrung und die Aminosäure Tryptophan schließlich regt die Serotoninausschüttung an und fördert einen guten Schlaf. Leider gehören Erdnüsse zu den Lebensmitteln, auf die sehr viele Menschen zum Teil schwere Allergien haben.

Wer eine Allergie auf Erdnüsse hat, sollte diese Kekse natürlich weder backen noch essen (oder die Erdnüsse und Erdnussbutter durch Mandeln und Mandelmus ersetzen…)

Viel Spaß beim Nachbacken und ich bin gespannt auf Eure Rückmeldungen

Herzensgrüße

Nicole

Quellenangaben:

2 thoughts

  1. Hört sich sehr, sehr lecker an. Muss ich unbedingt ausprobieren. Würde dann aber feingemahlenes Vollkorndinkelmehl nehmen. Bin ja gespannt. Nur bei mir bringt auf Vorrat backen nicht wirklich was. Was da ist, wird kurzfristig weggemampft. Das Schicksal erleiden alle Süßigkeiten bei mir. Leider…

    Gefällt 1 Person

    1. Guten Abend,
      hahaha, ja, das kenne ich. Bei uns halten sie sich auch nie sehr lange… Mit Vollkorndinkelmehl schmeckt es bestimmt auch sehr lecker, ich müßte dann bei meiner Mühle nur die Kleie aussieben, die Arbeit scheue ich immer etwas. Hab einen wundervollen Abend
      Nicole

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