Käuzchen in Kobe, Teil 2

Nach der Besichtigung des Shintoschreines konnten wir durchaus eine Kleinigkeit zu Essen vertragen, und was wäre dafür besser geeignet als ein Besuch in Chinatown?

Chinatown Eingangbearbeitet

Nankin – Machi wurde 1868 gegründet, als sich Japan für die Welt öffnete. Damals wurden Chinesen von Japanern als „Menschen aus Nanking“ bezeichnet, deshalb der Name Nankin – Stadt. Nankin – Machi erstreckt sich parallel zur Motomatchi – Einkaufsstrasse südlich des Motomachi – Bahnhofes. Die Eingänge werden durch drei Tore auf der Ost-, Süd- und Westseite markiert, die Nordseite wird von zwei Löwen bewacht. In der Mitte befindet sich ein Pavillon, der von den zwölf chinesischen Tierkreiszeichen umgeben ist.

Goldfische.JPG

Hier gibt es neben Läden, die chinesische Waren anbieten, und Majong – Clubs auch jede Menge an Garküchen und unterschiedlichen Restaurants.

Essen in Chinatown 1bearbeitetGarküche Chinatown (1)bearbeitet

Nach einer kleinen Stärkung wollten wir zurück in unser Hotel, um uns noch etwas auszuruhen, bevor es zum Abendessen ging, allerdings entdeckte das Goldkind einen Laden, auf dessen Schild lauter Eulen abgebildet waren. Das Goldkind liebt Vögel jeglicher Art und Größe. Auf dem Schild stand außerdem Familiencafe. Da man ja ausreichend trinken soll bei der Hitze und ich die Hoffnung auf einen guten Cappuccino noch nicht aufgegeben hatte, sind wir also rein. Ich erwartete ein helles, freundliches Café, in dem alles mit Eulenmotiven dekoriert war, so ungefähr wie Hellokitty. Deswegen war ich etwas irritiert, als uns am Eingang ein Paravent den Blick ins Innere verstellte und wir an einem Automaten Geld bezahlen mussten für Eintritt und Getränk. Und das war nicht ganz wenig, umgerechnet über 10 Euro. Tja, und dann sahen wir sie. Die Eulen, Uhus, Zwergeulen und Käuzchen. Aufgereiht auf netten kleinen Ästchen an der Wand, in zwei Reihen übereinander sahen sie uns mit großen Augen an. Man durfte Fotos machen, ohne Blitz natürlich, wegen der empfindlichen Augen der Eulen, und nach einer Händedesinfektion durfte man sie auch streicheln. Die Kleinen mit einem Finger, die Großen mit dem Handrücken. Nur über die Rückseite des Kopfes. Eulen sind ziemlich weich. Manche sind ziemlich groß. Und manchmal frage ich mich, warum Peta vor dem Zirkus Krone steht, aber nicht vor Eulencafés. Im weiteren Verlauf der Reise merkten wir, dass das Eulencafé ein Geschäftsmodel in Japan ist, das in praktisch jeder größeren Stadt vorkommt. Hier in Nara gibt es gleich zwei davon, eines sagt von sich, ein Tierschutzheim zu sein, in dem eben auch Tiere aufgenommen werden, die ihre ursprünglichen Halter nicht mehr halten können. Dazu zählen dann auch zwei Falken, Kaninchen, Geckos, Bartagamen, Frösche und auch zwei Koboldmakis, die zu den gefährdeten Tieren zählen. Auf Nachfrage, ob die Eulen den auch Fliegen dürfen, sagte eine der dort arbeitenden Frauen, dass die Eulen furchtbar faul wären und immer nur in ein Eck fliegen würden, um dort zu schlafen. Zu Diskussionen über Tag- und Nachtaktiv hat mein japanisch und ihr englisch nicht gereicht…

Eule mit SpielzeugbearbeitetGroße Ohreule (1)bearbeitetKleine Ohreule (1)bearbeitet

Für das Goldkind war das das absolute Highlight des Tages. Das Sushi, das es Abends gab, war dann auch ganz gut. Ungefähr so, wie das bei uns am Bach Zuhause.

Jetzt muss ich packen, es geht gleich weiter nach Kyoto.

Von wo aus man den tollsten Blick über Kobe hat, erzähle ich Euch, wenn wir in Kyoto gutes Internet haben.

Herzensgrüße aus Nara

Nicole

Eule 4

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